Am 18. März 2026 versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler, die den katholischen Religionsunterricht besuchen, in zwei Gruppen um 8:00 Uhr und 8:50 Uhr in der Hauskapelle, um den Beginn der Fastenzeit zu feiern. In einer ruhigen und achtsamen Atmosphäre stand das Wort des Propheten Ezechiel im Mittelpunkt: „Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz“ (Ez 36,26).

Die Feier lud dazu ein, innezuhalten und nachdenklich auf das eigene Herz zu schauen. Jeder Mensch ist einzigartig, mit Erfahrungen, Hoffnungen und auch mit Verletzlichkeit. Ein kleiner Stein, den jede und jeder in der Hand hielt, stand symbolisch für das, was belastet oder innerlich hart macht. Vor dem Empfang des Aschenkreuzes wurden diese Steine auf ein vorbereitetes Herz gelegt, ein stilles Zeichen des Loslassens und der Bereitschaft zu einem neuen Anfang.

Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir frei werden dürfen von Überflüssigem und uns neu ausrichten. Nicht Perfektion steht im Vordergrund, sondern Ehrlichkeit, uns selbst gegenüber und in unserer Gemeinschaft. Gerade als Schule, die sozial und solidarisch denkt, wollen wir füreinander dasein.

In den Fürbitten kam zum Ausdruck, dass wir als Schulgemeinschaft gestärkt durch diese Zeit gehen möchten: offen für andere, und getragen von der Hoffnung, dass Veränderung möglich ist.

So begann die Fastenzeit als eine ganzheitliche Einladung: Mein Herz darf neu werden in dieser besonderen Zeit.

Wir wünschen allen eine gesegnete Fastenzeit. Während wir Christeninnen und Christen in die österliche Bußzeit starten, treten unsere muslimischen Schülerinnen und Schüler mit dem heutigen Abend in den Ramadan ein.