Am 12. Februar besuchten unsere beiden vierten HAK-Klassen die Ausstellung Körperwelten in der Wiener Stadthalle. Bereits im Vorfeld wurden die Schülerinnen und Schüler achtsam auf den Besuch vorbereitet und darüber informiert, welche Exponate sie erwarten würden.
Alle ausgestellten Präparate stammen von Menschen, die ihren Körper nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung gestellt haben. Durch den Plastifizierungsprozess und die besondere Präsentationsform wirken die Exponate sehr real. Manche Darstellungen zeigen Muskeln, Sehnen und Organe in einer Weise, die einen unmittelbaren und eindrucksvollen Einblick in das Innere des Menschen ermöglicht. Dennoch wird die Ausstellung nicht als verstörend empfunden, sondern lädt dazu ein, genau hinzusehen und sich intensiv mit dem menschlichen Körper auseinanderzusetzen.
Besonders eindrucksvoll waren medizinische Beispiele wie ein künstliches Kniegelenk oder ein Bypass beziehungsweise Stent am Herzen. Nicht nur die Exponate selbst, sondern auch die begleitenden Texte regen dazu an, nachdenklich zu werden. Die zentrale Botschaft zieht sich durch die gesamte Ausstellung: Der menschliche Körper ist einzigartig, leistungsfähig und gleichzeitig verletzlich. Ein bewusster und achtsamer Umgang mit sich selbst und mit anderen ist daher von großer Bedeutung.
Auch wenn die Ausstellung keinen ausdrücklichen theologischen Bezug herstellt, berührt sie viele Ziele unserer Schule: junge Menschen dazu zu ermutigen, achtsam durchs Leben zu gehen, Verantwortung zu übernehmen und nachdenklich über das eigene Handeln und Leben zu reflektieren.


