Die Schülerinnen und Schüler der 5. HAK gingen bei nasskaltem, trübem Wetter miteinander zum ehemaligen Aspangbahnhof, der ca. 500 m von der Schule entfernt liegt. Dort befindet sich heute ein Mahnmal zur Erinnerung an das Grauen, das sich während der Zeit des Nationalsozialismus an diesem Ort zugetragen hat. 47.035 jüdische Mitbürger*innen wurden von dort in unterschiedliche Konzentrationslager im Osten deportiert, wobei jeder Transport zwischen 900 und 1.000 Menschen umfasste. Nur ein geringer Bruchteil dieser Menschen überlebte.

Was bei unserem Lehrausgang deutlich zu erkennen war, ist, dass diese Transporte v.a. von den umliegenden Häusern aus zu sehen waren. Der Bahnhof war zwar wenig frequentiert, aber dennoch mitten in der Stadt gelegen, sodass der Abtransport der Jüdinnen und Juden nicht unbemerkt bleiben konnte. Die Deportationen fanden vor den Augen der Bevölkerung statt.
Nachdenklich gestimmt traten wir den Rückweg an. Die Schüler*innen hielten fest, dass sich die Geschichte nicht wiederholen darf. Die Nähe dieses Ortes zur Schule beschäftigte einige ebenfalls.


