Am 09.09.2025 besuchten unsere muslimischen Schülerinnen und Schüler, begleitet von ihren Lehrerinnen, das Islamische Zentrum Wien im 21. Gemeindebezirk. Schon vor der Moschee wurden wir vom Imam herzlich empfangen. Im Eingangsbereich zeigte er uns die Wandbilder, die verschiedene heilige Städte darstellen. Dabei nutzte er die Gelegenheit, um die Grundlagen des Islam im Zusammenhang mit den anderen monotheistischen Religionen zu erläutern und die vielen Gemeinsamkeiten hervorzuheben – insbesondere in Bezug auf die Propheten und die heiligen Bücher.
Anschließend betraten wir den Hauptgebetsraum und nahmen gemeinsam auf dem Teppich Platz. Dort erklärte der Imam den Bau und die Gestaltung der Moschee, ihre einzelnen Elemente und deren Funktionen. Er sprach außerdem über die grundlegenden Aspekte des Islam und ihre Bedeutung im Leben der Gläubigen.
Dabei wurde deutlich, dass Menschen im Glauben Orientierung finden und dass jeder Mensch von Gott geliebt, einzigartig und frei ist, zugleich aber auch sozial eingebunden und manchmal verletzlich. Im Glauben kann der Mensch wachsen, indem er stets suchend und werdend bleibt.
Kurz vor dem Gebetsruf verließen wir die Moschee. Für die Schülerinnen und Schüler bestand anschließend die besondere Möglichkeit, das Gemeinschaftsgebet mitzuerleben oder auf Wunsch selbst daran teilzunehmen. Gerade da wurde erfahrbar, dass eine Moschee ein Ort ist, an dem man achtsam, solidarisch und miteinander verbunden ist, wo verschiedene Menschen aufeinander zugehen und so als Gemeinschaft gestärkt werden.
Der Besuch hat gezeigt, dass unsere Schülerinnen und Schüler – junge Menschen, die im Werden sind – durch solche Erfahrungen wertvolle Impulse für ihr persönliches Wachstum gewinnen können. Das geschieht, wenn sie lernen, fehlersensibel, offen und werteorientiert zu handeln, manchmal auch gegen den Strom, und dabei stets nachdenklich zu bleiben.


