Am 15. April besuchten unsere muslimischen Schülerinnen und Schüler in Begleitung ihrer Lehrpersonen die Eyüp-Sultan-Moschee.
Die Gruppe wurde vom Imam empfangen, der den Gottesdienst mit einer Qur’an-Rezitation eröffnete und eine ruhige und besondere Atmosphäre schuf. Anschließend stellte er die Moschee als Ort der Begegnung und des gemeinsamen Lernens vor und gab Einblick in seine Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft. Das zeigte, dass religiöse Bildung den Menschen als geliebt, einzigartig, sozial eingebunden und suchend nach Orientierung versteht. Zudem wurde die Bedeutung eines achtsamen und respektvollen Miteinanders sowie die Anerkennung von Verschiedenheit hervorgehoben.

Im Anschluss leitete der Imam zur Geschichte des Propheten Yusuf (Josef) über, die von einer Schülerin vorgetragen wurde und den inhaltlichen Schwerpunkt bildete. In der anschließenden Reflexion lud die Religionslehrerin dazu ein, das Gehörte gemeinsam zu bedenken. Dabei wurde Lernen als Miteinander erfahrbar, indem Schülerinnen und Schüler, aufeinander zugehen und sich gegenseitig stärken. Die Auseinandersetzung zeigte, dass Religionsunterricht ein werteorientiertes, ganzheitliches und fehlersensibles Lernen ermöglicht, das offen ist und auch den Mut erfordert, gegen den Strom zu denken. Im Zentrum standen die Werte: Geduld, Vertrauen in Gott sowie Vergebung und Barmherzigkeit als Orientierung für verantwortungsbewusstes Handeln.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Bittgebet um Geduld in schweren Zeiten, Vertrauen in Gottes Plan und die Kraft zu vergeben. So ermöglichte der Gottesdienst den Schülerinnen und Schülern, zentrale Inhalte des islamischen Glaubens in einem authentischen Kontext zu erleben und auf ihre eigene Lebenswelt zu beziehen.


