Mitten in der Fastenzeit und im Rahmen des Religionsunterrichts versammelten sich die Schülerinnen und Schüler zu einem gemeinsamen Impuls in der Hauskapelle. Die Feier knüpfte bewusst an die Aschenkreuzfeier zu Beginn der Fastenzeit an und führte deren zentrales Symbol weiter: das Herz aus Stein, das sich verwandeln kann in ein lebendiges Herz.

Im Mittelpunkt stand die Frage, was in den vergangenen Wochen leichter geworden ist und was Menschen weiterhin belastet. Ausgehend von den Worten des Propheten Ezechiel „Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz“ wurde deutlich, dass Veränderung oft leise beginnt. Nicht alles muss sofort gelöst sein. Doch neue Hoffnung kann wachsen, wo Menschen ehrlich auf ihr Leben schauen und sich dem Guten neu öffnen.

Eine besondere Symbolhandlung vertiefte diesen Gedanken. Steine, die zuvor auf einem Herz aus Papier lagen, wurden bewusst weggenommen und auf den Altar gelegt, Symbol für Jesu Gegenwart. So entstand ein starkes Zeichen dafür, dass Belastendes nicht das letzte Wort haben muss. Was schwer auf dem Herzen liegt, darf Schritt für Schritt abgelegt werden. Gerade darin zeigte sich ein Zugang, der Menschen als verletzlich, suchend und zugleich als fähig zur Veränderung ernst nimmt.