Die 2AS wollte wissen, was sich während der NS-Zeit in Wien an Verbrechen, Mitläufertum und Wegsehen abspielte. Was ist dafür besser geeignet als ein Lehrausgang ins Wien Museum? Also begaben wir uns miteinander dorthin.

Einleitend wurde das Vorwissen aktiviert, indem wir besprachen, welchen Erinnerungen an die NS-Zeit wir bereits begegnet sind und an welchen Orten diese zu finden sind. So kamen wir beispielsweise am Weg zum Museum am Befreiungsdenkmal vorbei, das an im Kampf um die Befreiung Wiens vom Nationalsozialismus gefallene russische Soldaten erinnert.

In kleinen Gruppen untersuchten die Schülerinnen und Schüler danach bestimmte, ihnen zugeteilte Bereiche des Museums und stellten die Ergebnisse in kurzen Präsentationen vor. Die Bilder vom Heldenplatz zeigten dabei etwa deutlich, wie viele Österreicher*innen begeistert vom Anschluss waren und wie intensiv die Nationalsozialisten mit ihren Flaggen auf Bildsprache setzten. Eine Gruppe beschäftigte sich mit einem enteigneten Juwelier, dessen Geschichte beispielhaft für unzählige weitere Schicksale steht. Das Gestapo-Hauptquartier am Morzinplatz stellt einen weiteren Schreckensort dar, wo brutale Verhöre nicht selten tödlich ausgingen. Auch die Geschichte der Roma und Sinti und deren langes Warten auf Anerkennung als NS-Opfergruppe wurde am Beispiel einer Familie thematisiert. So entstand ein Bild des Ausmaßes des NS-Terrors in Wien.

Es wurde bei diesem Lehrausgang deutlich, wie wichtig es ist, verschiedene Sichtweisen, Herkunft, Religionen, etc. wertzuschätzen und solidarisch miteinander umzugehen. Der Workshop bleibt uns sicher noch lange in Erinnerung.